Gott – es gibt Ihn wirklich

In dieser Welt des zunehmenden Materialismus und der Technik glauben immer weniger Menschen an Gott. Denn Gott ist nicht mehr als Erklärung für Naturphänomene nötig und auch Seine Hilfe scheint nicht mehr gefragt zu sein, da es der westlichen Zivilisation im großen und ganzen gut geht.

Doch Gott existiert. Ohne Gott wären wir nicht. Gott hat schon immer bestanden und wird immer bestehen. Die Baháí glauben, dass es einen einzigen Gott gibt und dass an diesen Gott auch die Christen, Moslems, Juden und Anhänger anderer Religionen glauben.

Der größte Beweis für die Existenz Gottes ist die Schöpfung. Das unendliche Universum mit allen Sternen – soll es ohne Schöpfer einfach so schon immer da gewesen oder ohne Ursache entstanden sein?

Warum kann der Mensch im Gegensatz zum Tier Gott anbeten und so vieles mehr – wie rechnen, musizieren, lachen, schreiben oder lesen?
Ist es nur Zufall, dass der Verstand des Menschen den Tieren überlegen ist? Hat nicht vielleicht Gott aus Liebe dem Menschen diese wunderbare Gabe verliehen, damit der Mensch eigenständig handeln und Gott erkennen und lieben kann?

Gott kann nicht rational bewiesen werden, weil Er weit über diese materielle Welt erhaben ist. Deshalb sandte Er uns zu allen Zeiten Boten, die uns auf Ihn und seine Gebote aufmerksam machten.

Ein Zitat von Bahá'u'lláh, dem "Sprachrohr Gottes" für dieses Zeitalter:

"O Sohn des Menschen!
Von Herzen wünschte Ich, dich zu erschaffen, also erschuf Ich dich. Liebe du Mich nun, auf dass Ich dich bei deinem Namen nenne und deine Seele mit dem Geist des Lebens erfülle."

Wir können Gott erkennen und lieben, aber wir werden Gott nie begreifen können. Es ist, als ob ein Staubkorn versuchen würde, einen Menschen zu verstehen. Einem Staubkorn fehlen allein schon die Sinnesorgane, einen Menschen wahrzunehmen. So ist auch der Mensch zu begrenzt, um Gott zu verstehen. Jedoch kann sich der Mensch über das Gebet Gott nähern.

Bahá'u'lláh offenbarte eine Fülle von Gebeten, mit denen sich jeder Gott zuwenden kann. Es gibt kurze und lange Gebete für die verschiedensten Anlässe. Natürlich kann man sich Gott auch über eigene Worte nähern, doch haben die Gebete der Boten Gottes eine besondere Wirkung.

Vielleicht haben Sie sich gefragt: Warum gibt sich Gott den Menschen nicht einfach zu erkennen? Der folgende Text Bahá'u'lláhs gibt Antwort:

"Würde das ewige Wesen alles offenbaren, was in Ihm verborgen ist, würde Er in der Fülle Seiner Herrlichkeit leuchten, dann gäbe es niemanden, der Seine Macht bezweifelte oder Seine Wahrheit verwürfe. Nein, alles Erschaffene wäre durch die Beweise Seines Lichtes so geblendet und wie vom Donner gerührt, dass es zu völligem Nichtsein absänke. Wie könnten unter solchen Umständen die Gottesfürchtigen von den Eigensinnigen unterschieden werden?"

Es gibt viele Wege, Gott zu erkennen. Doch am Anfang aller Wege steht die Suche.