Demokratisch – Die Institution

Jeder Verein braucht Menschen, die Veranstaltungen organisieren und Entscheidungen fällen. So benötigt auch eine Religion eine Institution, die verwaltet und entscheidet.

Die Institution ist wichtig: Wer sonst soll organisieren und wie sonst soll eine Einheit unter den Gläubigen entstehen? Deshalb besitzt auch die Bahá'í-Religion eine Institution.

Damit die Institution der Bahá'í-Religion nicht zu einem Instrument der Macht und Manipulation wird, wurde sie so demokratisch wie möglich entworfen: Jeder erwachsene Bahá'í kann jeden Bahá'í wählen, ohne Nominierung und ohne Wahlkampf.

Die Mitglieder der Institution wenden bei allen ihren Entscheidungen ein ausgereiftes und faires Prinzip der Beratung an.

In jedem Ort mit mehr als neun Bahá'í wird jährlich ein örtlicher "Geistiger Rat" gewählt. Dieser besteht aus neun Mitgliedern und entscheidet über Fragen von örtlicher Bedeutung. Außerdem organisiert der Geistige Rat Veranstaltungen und Feste.

Die Bahai-Verwaltung

In jedem Land wird außerdem jährlich der "Nationale Geistige Rat" gewählt, der aus neun Mitgliedern besteht. Dieser entscheidet über Fragen und Anliegen, die von mehr als örtlichem Interesse sind.
Schließlich wählen die Mitglieder aller Nationalen Geistigen Räte der Welt das "Universale Haus der Gerechtigkeit". Dieses besteht auch aus neun Mitgliedern und wird alle fünf Jahre gewählt. Es entscheidet über Fragen von allgemeiner Bedeutung – zum Beispiel bei Details, die von Bahá'u'lláh nicht festgelegt wurden.

Außerdem unterstützt das Universale Haus der Gerechtigkeit Bahá'í-Projekte in Entwicklungsländern und vieles mehr. Es hält sich in seinen Entscheidungen immer an die Lehren Bahá'u'lláhs. Das Universale Haus der Gerechtigkeit und das Zentrum der internationalen Bahá'í-Gemeinde befindet sich in Haifa, Israel – nahe dem Ort, an dem Bahá'u'lláh starb.